Bautagebuch / Erfahrungsbericht Familie W. aus Leipzig - Teil 3
Willkommen in unserem persönlichen Bautagebuch "Unser (langer) Weg ins eigene Haus". Unterteilt in einzelne Bauphasen wollen wir Euch über unseren Hausbau mit HANLO berichten. Relativ zeitnah werden wir hier alle Neuigkeiten rund um unser Haus posten.
... Übersicht / Startseite / Wer wir sind ... / Die Reise beginnt ... / Von Brombeeren, die sich nicht unterkriegen lassen ...
... vor dem Bau / Hauskauf / Grundstück nur als Geldanlage, oder tatsächlich bebauen? ...
... Bemusterung 2./3. Juli 2009 und das erste Mal Rasenmähen auf dem eigenen Grundstück ...
... der Bau unseres Hauses ...
... der Einzug ins neue Haus ... (noch nicht geschrieben)
... die Bemusterung 2./3. Juli 2009 und das erste Mal Rasenmähen auf dem eigenen Grundstück
Eigentlich war die Bemusterung schon viel früher geplant. Den ersten Termin haben wir verschoben, obwohl die Bemusterungstermine in dem Werk in Freiwalde nicht schnell zu bekommen sind. Es war uns schon eigenartig, zwei volle Tage zu investieren, obwohl wir bis heute noch nicht die Baugenehmigung haben. Aber wir sind positiv denkende Menschen und haben den angebotenen Termin wahrgenommen. Gemeinsam mit Frau Lindner und Frau Böttcher haben wir einen zweitägigen Bemusterungsmarathon vor uns, vor dem uns ein wenig graute. Die Bemusterung fand aber in einem sehr professionellen und angenehmen Rahmen statt. Man wird durch das Bemusterungszentrum geführt und erhält die einzelnen Gegenstände erklärt und vorgeführt. Die Vorstellungen werden notiert. Preise bekommt man nicht sofort gesagt, was auch ganz gut ist. Viele Dinge sind bereits in einer vernünftigen Qualität im Standard enthalten und die Aufpreise sind z.T. moderat. Man erhält auch Gutschriften für Gegenstände, die man weglässt. Schwierig war bei uns das Thema der Eingangstür, denn hier haben wir im Standard nichts gefunden. Extrem lange haben wir Kataloge gewälzt, bis wir uns für ein anthrazitfarbenes Exemplar entschieden haben. Frau Lindner und Frau Böttcher haben alles mit einer Gelassenheit ertragen. Sonderwunsch war bei uns auch die Treppengestaltung, weil uns die Standardtreppen nicht so gefielen. Einen mächtigen, aber von uns bereits eingeplanten Aufpreis betraf die Fenster. Diese werden außen anthrazitfarben, weil andere Fenster zu dem Haustyp nicht passen. Nach vielem überlegen, haben wir uns noch entschlossen, gegen einen Aufpreis zusätzlich noch 1.700 EUR die dreifache Verglasung zu wählen, um noch mehr Energie zu sparen. Eine Investition die zwar wehtut, aber sich am Ende bezahlt macht. Zwischendurch wurde immer für unser leibliches Wohl gesorgt. Die von HANLO bezahlte Übernachtung im nahegelegenen Hotel und das Abendessen waren angenehme Aufmerksamkeiten. Am zweiten Tag haben wir die Küche bemustert, was sehr lange gedauert hat. Zum Schluss wurde noch der Elektroplan besprochen. Sich vorher Gedanken zu machen, wie viele Steckdosen in jeden Raum kommen sollen und vor allem wo, macht Sinn. Wir haben uns diese Gedanken noch nicht gemacht und haben daher intuitiv die Steckdosenstandorte gesetzt. Wichtig ist, hier nicht zu knapp zu planen. Der Aufpreis war für die vielen zusätzlichen Steckdosen auch moderat. Zum Ende gab es das Schlussgespräch, in dem noch einmal alles festgehalten und abgeglichen wurde, was man vereinbart und bestellt hat.



Bilder zeigen Teile vom Bemusterungszentrum, aufgenommen zum Tag der offenen Tür am 12. März 2009
Am 4. Juli 2009 mussten wir das erste Mal Rasenmähen. Es war anstrengend aber ein schönes Gefühl etwas im eigenen Graten zu schaffen. Nachfolgend sind Bilder vom Grundstück: 1. Der Blick in den Garten. 2. Der Blick auf das künftige Baufeld.

Blick in den Garten / Blick auf das künftige Baufeld
... 09. Juli 2009
Wir haben aufgrund der Hinweise von dritter Seite, den Baugrund untersuchen und ein Gutachten anfertigen lassen. Ergebnis: die Bodenplatte braucht eine besondere Gründung. Als Baulaien sind wir davon ausgegangen, dass diejenigen, die ein Angebot machen und sich vor Ort das Grundstück anschauen, auch entsprechende Hinweise geben. Da wir die Bodenplatte in Eigenregie erstellen lassen, haben wir uns wieder darum zu kümmern.
... Fällgenehmigung nicht vergessen
Leider müssen wir drei Bäume auf unserem Grundstück fällen lassen, weil sie am Rand des Baufeldes stehen. Die Antragstellung ist zwar relativ einfach, aber die Genehmigung zu erhalten nicht. Es wurde vor Ort genau die Sachlage von den Behördenmitarbeitern geprüft und da die Fällung außerhalb der Periode November bis Februar stattfinden muss, benötigt man noch den Nachweis, dass keine Vögel in den Bäumen brüten, geschweige den seltene Vogelarten. Hier scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Allerdings müssen wir die Baugenehmigung vorlegen, sonst erhalten wir die Fällgenehmigung nicht. Also heißt es weiter warten.
... 03. August 2009
Heute sind die Aufstellungen für die Gewerke Sanitär und Elektro gekommen. Der Absender war eine Fa. Fertig & Massiv GmbH & Co KG. Das Leistungsverzeichnis, was uns übersandt war, stimmte mit dem, was in der Bemusterung vereinbart wurde, im Wesentlichen überein. Da wir uns aber die Mühe gemacht haben, die handschriftlichen Pläne der Bemusterung mit dem Leistungsverzeichnis abzugleichen, fiel uns eine kleine Abweichung auf. Ein Anruf genügte und das Problem war behoben. Leider tauchte ein neues Problem auf. Der für die Sanitärplanung zuständige Mitarbeiter arbeitete sehr gewissenhaft und wies uns darauf hin, dass die geplante Dusche im HAR gegen DIN-Vorschriften verstieße. Also hieß es wieder umplanen, sehr zu unserem Missfallen, war der Grundriss doch so, wie er nach unseren Vorstellungen sein sollte. Frau Lindner stand uns hier auch wieder zur Seite, so dass nach vielen Entwürfen und Rechnen, eine Kompromisslösung gefunden wurde, mit der wir leben können (und müssen). Nach der Bestätigung der Fensterliste und der Sanitärplanung haben wir haustechnisch alles erledigt.
... 12. August 2009
Wir haben mit dem Bodenplattenunternehmen eine Grobplanung für das Erstellen der Bodenplatte abgesprochen. In der 40. KW soll diese gesetzt werden. Glücklicherweise denkt der Unternehmen mit und hat sich bereit erklärt, auch eine Abstimmung mit dem Erschließungsunternehmen durchzuführen, so dass die Unternehmen Hand in Hand arbeiten können. Dies erleichtert die Koordination für uns sehr, weil sonst wieder nur Reibungsverluste entstehen. Die Empfehlung von Frau Lindner war hier wieder sehr gut.
... 19. August 2009
Endlich ist die ersehnte Fällgenehmigung für die Bäume angekommen. Leider waren viele Telefonate und gutes Zureden erforderlich, um die Angelegenheit zu beschleunigen.
... Warten auf die Baugenehmigung und der Liefertermin für das Haus rückt näher
Der zuständige Sachbearbeiter beim Bauordnungsamt hat sich in den Urlaub verabschiedet. Die Vertretung ist leider nicht in der Lage, nach dem Vorliegen der letzten Voraussetzung, die Baugenehmigung auszufertigen. Zwischenzeitlich haben wir ein akzeptables Angebot für die Erschließung erhalten und den Auftrag ausgelöst. Am 1. September 2009 soll es losgehen.
... 28. August 2009
Dank der Flexibilität aller beteiligten Unternehmen war es möglich, eine erste Bauanlaufberatung vor Ort durchzuführen. Wir wollten damit erreichen, dass jeder der Beteiligten weiß, was wir wollen und wie die Gewerke ineinandergreifen sollen. Aufgrund der engen Terminkette soll schließlich nichts schiefgehen. Uns ist die Abstimmung der Gewerke untereinander, die aufeinander aufbauen, wichtig, denn wenn sich Defizite herausstellen sollten, muss eine umgehende Mangelbeseitigung erfolgen. Wir denken, das Treffen mit allen elf Beteiligten, ist gut gelaufen. Jeder weiß jetzt, was er wie zu erledigen hat. Der gegenseitige Austausch der Kontaktdaten ermöglicht es uns, auf eine reibungslose Kommunikation zu hoffen, ohne dass wir ständig unter den Gewerken vermitteln müssen.
... 1. September 2009: Die Erschließung beginnt
Wie geplant, begannen heute die Arbeiten zur Verlegung von Abwasser- und Trinkwasserleitungen und den sonstigen Medien. Das Grundstück sieht natürlich entsprechend aus. Überall liegt der Bodenaushub. Man braucht schon viel Fantasie, um sich dort einmal einen blühenden Garten vorzustellen. Wir haben am Abend, neugierig wie das Grundstück jetzt aussieht, die Baustelle besichtigt und mussten leider feststellen, dass keine Baustellensicherung vorhanden war. Ein eindeutiges Versäumnis des Erschließungsunternehmens. Ein deutlicher Hinweis am morgigen Tag, wird hoffentlich Abhilfe schaffen.
... 2. September 2009
Die Baumfällarbeiten sind ohne größere Schäden abgelaufen. Heute wurde die Lage der künftigen Bodenplatte eingemessen. Erstaunlicherweise macht das abgesteckte Baufeld einen sehr kleinen Eindruck. Wenn wir von Hanlo auf diesen optischen Effekt nicht vorher hingewiesen worden wären, hätten wir sicher angerufen und gefragt, ob dies tatsächlich die wahre Fläche ist.
... 18. September 2009
Die Erschließungsarbeiten sind endlich abgeschlossen. Wasser und Abwasser liegen endlich da, wo sie hingehören. Tief vergraben und hoffentlich dicht. Ferner wurden heute die Streifenfundamente für die Garage gesetzt und das Gründungspolster für die Bodenplatte errichtet. Nach monatelangem Warten auf die Baugenehmigung geht es ganz zügig voran. Es hat etwas geholfen, dass wir alle Beteiligten in die Bauanlaufberatung einbezogen haben. Jeder wusste, was er bis wann zu erledigen hatte. Das Ineinandergreifen der Gewerke, lief von einigen Kleinigkeiten abgesehen, reibungslos ab. Ohne dass wir es mitbekamen, war der Bauleiter von Hanlo gelegentlich vor Ort, um sich den Fortgang der Arbeiten anzusehen.
... 21. bis 23. September 2009
In drei Tagen wurde die Bodenplatte hergestellt. Zwar mit kleinen Komplikationen, aber am Ende scheint alles zu passen. Jetzt steht noch die Abnahme von Hanlo aus und das Haus kann kommen. Heute haben wir einen neuen Hausliefertermin für den 5. Oktober 2009 mitgeteilt bekommen. Jetzt heißt es wieder warten, aber zumindest haben wir nun die Gelegenheit, wenigstens das Richtfest mit einem kleinen Zeitvorlauf zu planen. Eigentlich sagt der Zimmermann einen Richtspruch nach Errichtung des Dachstuhls auf, aber wie ist das bei einem Flachdach?? Wir sind mehr als gespannt, wie das Haus aussieht, wenn es auf dem Grundstück steht. Derzeit wird das Grundstück durch mehr oder weniger große Erdhaufen geprägt, die schon von weitem sichtbar sind und eher an ein Tagebaugebiet erinnern und den Gedanken an einen künftig blühenden Garten nicht so recht aufkommen lassen wollen.

Das Gründungspolster für die Bodenplatte ist noch unvollständig. / Blick auf die künftige Straße, die zum Grundstück führt.
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