Bautagebuch Familie Baumhäkel / Liebert aus Chemnitz
Träumereien
Wir waren schon oft an dem brachliegenden Gelände, ca. 500 m Luftlinie von unserer Mietwohnung entfernt, vorbeigegangen. Vor einigen Jahren befand sich hier das Betriebsgelände einer Gießerei, doch davon zeugten nur noch Ruinen und zwei einsam in den Himmel ragende Schornsteine. Ich hatte schon mehrfach zu meinem Lebensgefährten gesagt, dass man doch hier ein paar schöne Einfamilienhäuser hinbauen könnte, aber er schüttelte nur mit dem Kopf und lachte, so nach dem Motto: Frauen und deren Träumereien. Eines Tages stand jedoch tatsächlich eine Bautafel da! Und was war darauf zu lesen? Richtig - „Hier entstehen Einfamilienhäuser.“ Das war ja ein Ding! Es war Anfang Juni 2009, als wir das erste Mal bei hanlo und Herrn Schmidt in Dölzig anriefen. Und zwei Wochen später saßen wir bei ihm im Büro und wurden von einer Flut an Informationen überrollt. Wir reservierten also zunächst ein Grundstück und fuhren, mit dem Hausgedanken „schwanger“, erst mal in den Urlaub.
Es wird ernst
Aus dem Urlaub zurück, stand der Entschluss fest - wir bauen ein Haus. Da wir uns jedoch vorher nie ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt hatten, gab es in den folgenden Wochen viel zu überlegen und zu entscheiden - wie groß soll das Haus sein, mit Keller oder ohne, welche Art Heizung, wie soll der Grundriss aussehen, wie viel darf es kosten usw. usf.. Nach einigen langen Abenden im Internet hatten wir uns dann schließlich für das hanlo-Einfamilienhaus Living 125 entschieden. Die Dachkonstruktion und der Erker würden allerdings etwas anders aussehen, da die Stadt Chemnitz diesbezüglich Auflagen erteilt hatte. Aber damit konnten wir leben. Am 13.08.2009 wurde der Bauvertrag abgeschlossen.
Papier, Papier, Papier
Zunächst galt es, die Finanzierung zu klären. Von hanlo war uns Herr Löwe als Finanzierungsberater empfohlen worden. Eine gute Empfehlung, denn so konnten wir Zinsvorteile nutzen und er übernahm für uns einen Großteil des Antragsprozedere. Nachdem alle Unterlagen eingereicht waren, erhielten wir wenige Tage später die Darlehenszusage. Anfang September 2009 besuchte uns die Architektin Frau Schlage. Mit ihr verbrachten wir einen langen Nachmittag am Computer, um unser Haus von innen und außen zu planen. Die Anordnung der Fenster, die Grundrisse der Zimmer, der beste Platz für die Badewanne (ja, auch das ist wichtig), die Außenansicht und vieles andere musste entschieden werden. Wenige Tage später erhielten wir von ihr einen dicken Brief, der unseren Bauantrag in 3-facher Ausfertigung enthielt. Am 22.09.2009 ging dieser Antrag zum Baugenehmigungsamt. In der folgenden Woche ging der Papier-“krieg“ weiter, denn wir hatten einen Notartermin für den Grundstückskauf. Dort lernten wir Herrn Schwarz kennen, den Vertreter der Eigentümerfirma. Von all dem, was der Notar uns in rasendem Tempo an rechtlichen Klauseln und Bestimmungen vorlas, konnte einem ganz schwindelig werden. Und wenn wir daran dachten, dass das Grundstück noch immer mit Schutt und versiegeltem Betonboden beladen war wie im Juni, dann wurde uns gleich noch mehr schwindelig. Aber es sollte alles gut werden. Wiederum eine Woche später ging es noch einmal zum Notar wegen der Grundschuldbestellung für die Bank.
Bemusterung
Ein Termin folgte auf den nächsten, denn Anfang Oktober 2009 bekamen wir von hanlo eine Einladung für die Bemusterung im Bauherrenzentrum in Freiwalde. Also machten wir uns am 12.Oktober 2009 bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf in den südlichen Spreewald. Dort trafen wir Herrn Schmidt wieder, der uns beide Tage sehr herzlich begleitete, Tipps gab und mit uns eine Werksführung machte. Der computergesteuerte Ablauf, die millimetergenauen Zuschnitte und die mit fertigen Hauswänden beladenen Lkw mit Autokennzeichen aus halb Europa waren wirklich sehr beeindruckend. Auch im Hotel, dass hanlo für uns buchte und bezahlte, haben wir uns sehr wohl gefühlt. Dafür an dieser Stelle nochmals vielen Dank. Aber die Hauptsache war ja unsere Bemusterung. Frau Starke nahm uns in Empfang und führte uns charmant und kompetent durch die nächsten beiden Tage. Allen künftigen Bauherren kann man wirklich nur empfehlen, sich vorher zu Hause einige Zeit zu nehmen, um sich z. B. zu überlegen, in welchen Räumen man Fliesen an der Wand oder auf dem Fußboden haben möchte, welche Art von Fenstern und Zimmertüren es denn sein soll oder wie die Armaturen im Bad aussehen sollen. Wir haben daher im Vorfeld einfach mal einen „Bummelnachmittag“ in einem Baumarkt gemacht, um eine ungefähre Vorstellung von der Angebotsvielfalt und den Unterschieden zwischen den einzelnen Angeboten zu bekommen. Außerdem kann man bei der Bemusterung einiges an Zeit sparen, wenn man sich vorab einen Elektroplan erstellt, aus dem hervorgeht, an welcher Stelle in welchem Zimmer wie viele Steckdosen und Lampen sein sollen. Höhepunkt des zweiten Bemusterungstages war natürlich die Planung der Küche. Und die ging schneller als erwartet, denn man kann den Aufbau und jede Änderung bei Möbeln und Küchengeräten gleich mit am Computer verfolgen, so dass man am Ende quasi schon fast ein Foto der fertigen Küche mitnehmen könnte. Insgesamt waren es zwei sehr intensive Tage, in denen viele Entscheidungen zu treffen waren, die uns aber auch gut gefallen haben. In den meisten Fällen haben uns die Standard-Angebote von hanlo überzeugt, nur die Auswahl der passenden Haustür hat hier etwas länger gedauert. Der Aufpreis für die Nicht-Standard-Dinge blieb am Ende im Rahmen, hier schlug am meisten die Entscheidung für eine Zisterne zu Buche.
Atempause
In den folgenden Wochen wurde es etwas ruhiger. Wir zahlten erste Rechnungen und Gebührenbescheide, schlossen Bauleistungs- und Bauherrenhaftpflichtversicherung ab, beantragten beim Vermessungsamt schon mal eine Hausnummer und nahmen Gespräche mit dem örtlichen Energieversorger zwecks Gas-, Strom- und Wasserversorgung auf. Das Baugenehmigungsamt hatte uns mitgeteilt, dass nun alle Unterlagen vorlägen und die Baugenehmigung bis spätestens Ende Januar 2010 erteilt werden würde. Vorher allerdings mussten wir noch ein Formular ausfüllen, in dem wir erklärten, dass wir nicht beabsichtigen, auf dem leeren Gelände Bäume zu fällen. Ab und zu machten wir auch mal einen Spaziergang zum Baugelände, aber die Schutthaufen, so weit wir das vom verschlossenen Tor aus sehen konnten, schienen nicht kleiner zu werden. Freunde und Verwandte hatten auch schon manchmal mit einem leicht entsetzten Unterton in der Stimme gefragt: „Was, dort wollt Ihr bauen? Na, da können wir ja erst frühestens in zwei Jahren zur Einzugsparty kommen.“ Wir warteten also auf den Vollzug unseres Grundstückskaufs und stellten uns gedanklich schon auf eine ruhige Adventszeit ein. Aber es sollte alles ganz anders kommen.
Aufregung auf dem Amt
Am 25.11.2009 bekamen wir einen Brief von hanlo, in dem uns mitgeteilt wurde, dass am 09.12.2009 unser Haus geliefert würde. Hilfe, was?!! Wir haben doch noch gar keine Baugenehmigung! Und Grundstückseigentümer sind wir auch noch nicht! Ein Anruf bei Herrn Schmidt brachte Beruhigung, der Hausliefertermin war damit erst mal hinfällig. 5 Tage später kam die Nachricht vom Notar, dass wir nun Grundstückseigentümer sind. Und noch 3 Tage später kam ein Anruf von Herrn Brandner von hanlo, dass unsere Baugenehmigung fertig sei und er sie am nächsten Tag mit uns zusammen beim Baugenehmigungsamt abholen wolle. Außerdem seien die Haussegmente produziert und warteten auf dem Lkw nur darauf, ausgeliefert zu werden. Am nächsten Tag kam bei Herrn Brandner ein Termin dazwischen, also machte ich mich allein auf den Weg zum Amt. Dort wurde mir erstmal etwas schroff mitgeteilt, das die Baugenehmigung keineswegs fertig ist und es noch einigen Klärungsbedarf gäbe. Auf einmal war ich gleich von 4 Amtsdamen umgeben, die alle auf mich einredeten. Da ich selber auf einer Behörde arbeite, bin ich (so hoffe ich jedenfalls) ruhig und freundlich geblieben. Es stellte sich heraus, dass 2 der Damen vom Umweltamt waren und dass das Umweltamt Bedingungen an die Erteilung der Baugenehmigung stellte. Da es sich um das Betriebsgelände einer ehemaligen Gießerei handelte, wollten sie Bodenproben nehmen, um den Boden auf irgendwelche Schadstoffe zu untersuchen. Sie hätten vor, diese Bodenproben noch am selben Tag zu nehmen und die Auswertung würde ca. 3-4 Tage dauern. Zwischen den Zeilen hörte ich heraus, dass hanlo wohl etwas Druck gemacht hatte, um die Baugenehmigung doch eher als Ende Januar 2010 zu bekommen. An diesem Nachmittag glühte mein Handy. Zuerst einmal rief ich meinen Lebensgefährten an, um „Amtsbericht“ zu erstatten. Wenig später rief die Fa. Fenger an, um mir mitzuteilen, dass am nächsten Tag der Bau der Bodenplatte beginnen sollte. Auch das noch! Ich telefonierte mit Herrn Schmidt, bekam dann noch einen Anruf der Dame vom Umweltamt, dass die Bodenprobe entnommen worden ist und abends kurz vor 18 Uhr erreichte mich noch ein Anruf aus dem Baugenehmigungsamt. Die gute Frau teilte mir mit, dass die Baugenehmigung jetzt doch fertig sei, allerdings mit den Auflagen des Umweltamtes, und ich könnte sie nun doch am nächsten Tag abholen. Was ich natürlich auch tat.
Es geht los!!
Eine Woche später traf ich mich mit unserem Bauleiter, Herrn Ruft. Er war extra mal nach Chemnitz, gekommen, um sich die Baustelle anzugucken. Und bei diesem Termin traute ich meinen Augen nicht - unser Grundstück wurde vom Schutt beräumt und auch der versiegelte Boden war aufgebrochen und beräumt worden. Das Tor stand offen und so stand ich das erste Mal auf unserem Grundstück - irgendwie ein erhebendes Gefühl. Wenige Tage später bekamen wir ein Schreiben des Umweltamtes, in dem uns mitgeteilt wurde, dass bei der Beprobung des Bodens unserer künftigen Hausfläche „keine Überschreitung der Prüfwerte für die Nutzungskategorie Wohngebiet“ festgestellt wurden. Allerdings sei dann eine weitere Beprobung bei der Nutzbarmachung des Grundstücks, sprich Anlegen des Gartens, nötig. Für uns hieß das, die Auflagen des Umweltamtes sind erfüllt - jetzt steht dem Baubeginn nichts mehr im Wege.
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„Weihnachtsgeschenke“
Zwischen Weihnachtsfeiern mit Kollegen, Kindergeburtstagstrubel mit unserer Tochter und den unvermeidlichen Geschenke-Käufen kamen drei verschiedene Briefe von hanlo mit drei verschiedenen Haus-Lieferterminen, aber schließlich stand dann doch der 05.01.2010 als Termin fest. Außerdem schickten uns die Stadtwerke ein Angebot für die Erschließung des Grundstückes mit Strom, Gas und Wasser. Aber konnte das, was dort drin stand, denn überhaupt stimmen? Lt. Grundstückskaufvertrag hatte der Grundstückseigentümer uns doch ein erschlossenes Grundstück verkauft. Wie wir von den Stadtwerken erfuhren, existierte zwischen ihnen und dem vorherigen Grundstückseigentümer überhaupt kein Erschließungsvertrag. Somit waren wir für die Stadtwerke der einzige Vertragspartner und sollten nun gleich mal die komplette Erschließung von der Straßenmitte bis ins Haus allein bezahlen. Ein zähes und langwieriges Ringen um Aufklärung begann. Inzwischen hatten wir auch die Auflassungsvormerkung vom Grundbuchamt bekommen und planten schon die Weihnachtsferien, da erreichte uns ein Anruf der Fa. Fenger, dass die Bodenplatte noch vor Weihnachten gelegt werden solle. Waren die sich da ganz sicher? Schließlich herrschten gerade Temperaturen von tagsüber minus 10 und nachts minus 15 Grad. Aber am 18.12.09 ging es trotzdem mit Vorbereitungs- und Erdarbeiten los. In der folgenden Woche hatten sich die Temperaturen auf tags plus 3 und nachts minus 3 Grad etwas beruhigt und so wurde am 22.12.2009 tatsächlich unsere Bodenplatte gegossen. Wir schauten zu und waren beeindruckt vom flotten Ablauf der ganzen Sache. Das war doch mal ein tolles Weihnachtsgeschenk!
Ruck-Zuck-Rohbau
Am Silvesterabend hatten wir als Glücksbringer eine Flasche Sekt auf unsere Bodenplatte gegossen, auf dass es ein gutes neues Jahr werden würde! Doch als wir am Neujahrsmorgen aus dem Fenster schauten, sahen wir eine tief verschneite Landschaft. Außerdem rief uns ein Herr Exner an und teilte uns mit, dass er unser neuer Bauleiter sei, da sich Herr Ruft bei Eis und Schnee den Ellbogen verletzt hatte. Die Temperaturen waren wieder merklich gefallen, trotzdem blieb es beim Haus-Liefertermin 05.01.10. Auf unsere telefonische Frage bei Herrn Brandner, ob denn minus 10 Grad nicht wirklich etwas zu kalt für einen Hausbau wären, hörten wir am anderen Ende der Leitung ein mildes Lächeln und den Satz: „Ach wissen Sie, wir bauen auch Häuser in Norwegen und dort herrschen manchmal noch ganz andere Temperaturen.“ Allen Unkenrufen zum Trotz haben Fertighäuser eben doch viele Vorteile. Am Abend vorher schippten wir bei Einbruch der Dunkelheit noch zwei Stunden die Einfahrt vom Schnee frei. Und dann war der große Tag da! Morgens 9 Uhr stand ich bei strahlendem Sonnenschein, aber minus 11 Grad auf unserer Baustelle und konnte zusehen, wie die Außenmauern des Erdgeschosses aufgestellt wurden. Der Bautrupp um Herrn Schulze und seine Mannen fand das Wetter nach eigenen Worten super, hundertmal besser als Schnee oder Regen, nur Herr Exner fror erbärmlich und holte sich wohl an diesem Tag beim nahe gelegenen Bäcker mehrere Tassen heißen Kaffees. Nur einen Tag später standen auch die Außenmauern des Obergeschosses, einfach unglaublich, wie flott das vorwärts ging! Ich konnte an diesem Abend schon in meinem eigenen Haus stehen. Und in diesem Tempo ging es weiter, denn schon zwei Tage später war auch das Dachgerüst fertig. Zum Glück war das Dach dann schon mit Folie abgedeckt, denn am nächsten Tag gab es wieder Neuschnee und wir hatten nachts immer noch Temperaturen bis minus 10 Grad. Was für eine Woche! Was für ein Start ins neue Jahr! Da konnte man sich schon erst mal ein Schlückchen Sekt gönnen und tief durchatmen. Da der Bautrupp um Herrn Schulze nur noch eine Woche da sein würde, organisierten wir ganz kurzfristig das Richtfest. Leider konnten mehrere der an unserem Bau Beteiligten wegen anderer Termine, Krankheit oder kaputtem Auto nicht dabei sein und auch die Wetterlage ließ keine ausschweifende Feier zu, aber mit den Bauleuten und einigen Verwandten und Freunden war es dennoch recht gemütlich. Eine richtig große Party haben wir uns nun für den Einzug im Sommer vorgenommen und dort wird der Wettergott hoffentlich mal auf unserer Seite sein.
Innenausbau
Am 15.01.2010 war unser Dach fertig gedeckt und der Rohbau damit beendet. Die Dekra hatte bei der Abnahme keine größeren Mängel feststellen können. Ein fehlendes Außenfensterbrett und die fehlende Fallrohrklappe an der Regenrinne noch anzubringen, das sollte wirklich kein Problem sein. Wir verhandelten immer noch mit den Stadtwerken und dem vorherigen Grundstückseigentümer wegen der Erschließung, waren aber noch keinen entscheidenden Schritt weitergekommen. Vom Vermessungsingenieur hatten wir inzwischen einen Lageplan mit den genauen Messdaten unseres Grundstücks bekommen. So konnte man sich nun langsam ein genaueres Bild von der wirklichen Größe des Grundstücks machen und erste Träume und Ideen für die Gartengestaltung begannen zu reifen. Die Vorschläge der einzelnen Familienmitglieder reichen übrigens von Fußballfeld über Kräutergarten bis hin zu Hasen- und Meerschweinchenzuchtanlagen. Mal sehen, welcher Vorschlag gewinnt. Das Städtische Vermessungsamt hatte uns nun auch eine offizielle Adresse zugeteilt. Es ist schon erstaunlich, mit wie vielen Behörden, Institutionen und Firmen man es während eines solchen Hausbaus zu tun bekommt. Der Papierkram füllt inzwischen zwei dicke Ordner. Der Innenausbau begann mit einer Absprache mit dem Elektriker. Der örtliche Kabelanbieter hatte uns mitgeteilt, dass in unserer Straße keine Kabel liegen und somit erst von der nächsten Querstraße zu uns gezogen werden müssten. Einen horrenden Kostenvoranschlag, der sich noch dazu auf das gesamte Baugebiet und nicht nur auf unser Grundstück bezog, hatte man uns auch gleich mitgeschickt. Also vereinbarten wir mit dem Elektriker, dass er uns zusätzlich zu den Standardaufgaben noch die Voraussetzungen für eine Schüssel auf dem Dach schaffte, damit wir unabhängig von jeglichen Kabelanbietern waren. Auch mit der Telekom kamen wir zwecks Telefon und Internet recht schnell ins Geschäft. Wenige Tage später hatten wir die Absprache für den Sanitär-Rohbau. Hier lief alles glatt und bereits eine Woche später hatten der Elektriker und die Sanitär-Handwerker ihre Arbeiten beendet. Nun ist es Mitte Februar und noch immer herrscht tiefster Winter. Glaubt man den Meteorologen, so ist dies der frostigste und schneereichste Winter der letzten 30 Jahre. Muss das denn ausgerechnet dann sein, wenn wir unser Haus bauen?! Jetzt sitzen wir sozusagen auf dem Trockenen, denn bei Frost kann kein Außenputz angebracht werden, es kann kein Fußbodenestrich gelegt werden und eine Solaranlage baut auch keiner aufs Dach, wenn das Baugerüst total vereist ist. Es soll jetzt bitte endlich ganz schnell Frühling werden! Damit unser Hausbau weitergehen kann, und damit wir endlich die dicken Winterklamotten wegräumen können und nicht mehr mühsam durch die Schneemassen stapfen müssen. Also hoffentlich bis bald bei Teil 3 unseres Bautagebuchs...
Warten auf den Frühling
Im gesamten Februar tat sich auf Grund von Schnee und Kälte nichts auf unserer Baustelle. Wir hatten viel Zeit, um die Olympischen Winterspiele in Kanada zu verfolgen. Trotzdem gab es einen Fortschritt zu vermelden. So flatterte uns u.a. ein Brief vom Grundstücksverkäufer ins Haus, in dem er sich endlich, nach wochenlangem Hin und Her, bereit erklärte, seinen im Kaufvertrag festgeschriebenen Anteil an der Erschließung des Grundstücks mit Strom, Gas und Wasser zu bezahlen. Und tatsächlich, wenige Tage später hatten wir die erste von zwei vereinbarten Raten auf unserem Konto. Aber wie gewonnen so zerronnen, denn auch vom Finanzamt kam Post - die Grunderwerbssteuer war fällig. Auch um ein anderes Problem, das uns am Anfang gar nicht als Problem bewusst war, mussten wir uns noch kümmern. Bei Abschluss des Bauvertrages hatten wir die Malerarbeiten großzügig als Eigenleistung angegeben, nach mehreren Umzügen hatten wir damit schließlich genug Erfahrung. Aber die Tücke steckt bekanntlich im Detail, und wir hatten nicht bedacht, dass zu den Malerarbeiten auch das Spachteln gehörte. Solche speziellen Fähigkeiten hatten wir leider nicht, also telefonierten wir mit zwei hiesigen Malern, die jedoch ablehnten, als sie hörten, dass es sich um ein Fertigteilhaus handelte. Die Begründung lautete jeweils, sie hätten schlechte Erfahrungen mit Kunden gemacht. Bei deren Fertigteilhäusern hatte es nach dem Spachteln Risse in der Wand gegeben und von den Malerfirmen wurde Schadenersatz verlangt. Für uns fand sich aber dann doch noch ein Malermeister, der unser Haus spachteln würde, und zwar auf der jährlich in Chemnitz stattfindenden Baumesse.
Das Eis taut
Mittlerweile zeigte der Kalender den 23.Februar an, die Temperaturen stiegen tagsüber auf +6 Grad und wir erhielten die Nachricht, dass in der folgenden Woche der Fußbodenestrich in unserem Haus gelegt werden sollte. Wir freuten uns - endlich geht der Hausbau weiter! Doch am Morgen des betreffenden Tages erhielt ich einen Anruf der Estrichfirma mit der Frage, wo sie denn Wasser herbekommen könnten. Irgendwo auf diesem großen brachliegenden Gelände, auf dem bisher nur unser Haus steht, soll es lt. Informationen des Bauleiters einen Brunnen geben. Wo genau, das wussten wir nun allerdings auch nicht. Auf unserem Grundstück gab es auf alle Fälle keinen Brunnen. Und so wurde es an diesem Tag leider nichts mit dem Fußbodenestrich. Später haben wir dann erfahren, dass der Brunnen mit einem Eisen- oder Betondeckel abgedeckt war, so dass ihn keiner sehen konnte und dass dieser Deckel so schwer war, dass mehrere Männer nötig sind, um ihn hochzuheben. Zwei Tage später kam der Winter nochmal zurück mit geschlossener Schneedecke und Temperaturen von bis zu -8 Grad. Also wieder warten - so ein Mist! Zwei Wochen später war es dann endlich so weit - der Frühling war da und der Fußbodenestrich lag im Haus. Drei Tage lang waren alle Fenster und Türen geschlossen zu halten. Danach kamen wir 10 Tage lang zweimal täglich ins Haus, um kräftig zu lüften. Ganz schöne Rennerei, aber nun ist der Estrich vollständig getrocknet und Herr Ruft, unser Bauleiter, war richtig begeistert. So konnte man in die Osterferien gehen!
Ohne Wasser, merk dir das, wär die Welt ein leeres Fass!
Und auch ohne Strom und Gas würde unser Haus nicht funktionieren, deshalb hatten wir ja schon vor längerer Zeit entsprechende Anträge bei den Stadtwerken gestellt. Die Erschließung sollte nach Ostern beginnen. Unser hiesiger Energieversorger ist allerdings mit einem Beamtenapparat vergleichbar, alles wird sehr ausführlich bearbeitet und erklärt, auch Dinge, die nur vielleicht stattfinden könnten. Und für jede Sparte gab es einen anderen Ansprechpartner. Für Gas den Herrn, für Strom jenen, für die Zähler diesen, für Abwasser gar eine Tochterfirma und dann noch die von den Stadtwerken beauftragte Tiefbaufirma. Auch die Telekom hatte hoch und heilig versprochen, sich mit ihrem Anschluss gleich mit zu beteiligen. Erst mussten jedoch noch einige Vorarbeiten erledigt werden. An einer Seite unseres Grundstückes verläuft eine ca. 2 Meter hohe Ziegelmauer, die noch von der ehemaligen Gießerei übriggeblieben ist. Bis jetzt war das sozusagen ein natürlicher Bauzaun, den wir gern hatten stehen lassen, damit nicht jedermann auf dem Gelände herumstreunen konnte. Doch die Tiefbaufirma brauchte Platz für ihre Gerätschaften, also hieß das Motto: Die Mauer muss weg! Auch die Erdarbeiten im Grundstück waren unsere Eigenleistung. Mit diesen beiden Aufgaben hatten wir gleich unseren Grundstücksvorbesitzer, der eine Abriss- und Entsorgungsfirma innehat, betraut, da er sowieso oft vor Ort war und das restliche Gelände weiter vom Schutt beräumte. Nun ja, die Erdarbeiten waren ruck zuck und ordentlich erledigt, aber die Mauer ist bisher erst zur Hälfte weggerissen und über den Preis für die Erdarbeiten verhandeln wir heute noch. Am Tag nach Ostern sperrte man die Straße halbseitig und dann ging‘s los! Bagger und Presslufthämmer rückten an und brachen die Straßendecke auf, Erdreich wurde ausgegraben, Rohre wurden verlegt, der Übergabeschacht wurde eingesetzt usw. usf.. Eine Woche später war die Erschließung fast beendet. Aber eben nur fast, denn trotz mehrmaliger Erinnerungsanrufe unsererseits bei der Telekom kam von denen keiner auf die Baustelle. Die Tiefbaufirma ließ die Gräben extra ein paar Tage länger offen, aber nichts passierte. Der eigentliche Bearbeiter hatte wohl gerade Urlaub und die Vertretung fühlte sich einfach nicht zuständig. Unser nächster Erinnerungsanruf wird wohl eher ein saftiger Beschwerdebrief werden! Eine Schreckensmeldung gab es auch noch zu überstehen. Am Ende der Erschließungsarbeiten informierte uns der Gasmeister der Stadtwerke (noch ein neuer Ansprechpartner), der die Arbeit der Tiefbaufirma kontrollierte, dass das Anschlussrohr, durch das die Strom-, Gas- und Wasserleitungen ins Haus kommen (die sogenannte Mehrspartenhauseinführung MSH) schief in der Bodenplatte liegt. Dadurch schließt sie nun in unserem Hauswirtschaftsraum nicht passgenau mit dem Fußboden ab und es könnte vielleicht sein, dass dadurch die Leitungsrohre etwas gebogen in der Erde liegen und mal kaputt gehen könnten. Es gäbe für uns die Möglichkeit, die Bodenplatte aufhacken zu lassen, eine neue MSH ganz gerade einbauen zu lassen und dann die Bodenplatte wieder instand setzen zu lassen. Wie bitte? Das würde ja eine enorme Zeitverzögerung für unseren Hausbau bedeuten, von den Kosten ganz zu schweigen! Der Bauleiter bei der Tiefbaufirma hatte ziemlichen Frust auf den Gasmeister (O-Ton „Dieser Überkorrekte soll sich nicht so anstellen!“) und ließ uns wissen, dass diese 2 Zentimeter, die die MSH bei uns aus dem Fußboden guckt, ganz normal sind und beim Hausbau durchaus des Öfteren vorkommen. Aber auch die Stadtwerke wollen sich vor Schadenersatzforderungen schützen und daher bestätigten wir ihnen schriftlich, dass wir den Einbau der Rohre so akzeptieren, wie sie sind. Wasser lag nun an, das testete die Tiefbaufirma gleich mal mittels Wasserschlauch, aber wie gesagt, die Stadtwerke sind seeehr korrekt, und ehe Strom, Gas und Wasser wirklich fliesen können, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Zunächst muss die Rechnung der Stadtwerke bezahlt sein (in unserem Fall ist sie das), dann müssen die sogenannten Inbetriebnahmeanzeigen der beteiligten Heizungs-, Sanitär- und Elektrofirmen mit allen technischen Daten von den Firmen und von uns unterschrieben bei den Stadtwerken vorliegen (sind gerade dahin unterwegs) und dann müssen die Stadtwerke wiederum Fachfirmen mit dem Einbau der Strom-, Gas- und Wasserzähler beauftragen. Nun ja, wir ringen uns mühsam Geduld ab und hoffen, dass die Zähler innerhalb der nächsten zwei Wochen eingebaut sind. Geduld brauchen wir auch bei unserem Spachtler. Er fing ebenfalls nach Ostern mit seiner Arbeit an und sagte damals großzügig, dass er innerhalb von zwei Wochen fertig sei. Nun sind die zwei Wochen vorbei und er hat gerade mal das Obergeschoss fertig gespachtelt. Auf unserem Bauablaufplan für den Monat Mai stehen der Testlauf für die Heizung (aber erst nach Einbau der Gasuhr - man weiß ja nun, dass bei den Stadtwerken alles seine Ordnung haben muss) und dann können die Fliesenleger kommen. Die fertig gespachtelten Wände haben wir schon mal mit Grundierfarbe gestrichen, hoffentlich hat unser Spachtler auch das Erdgeschoss bis Ende Mai geschafft. Ich werde weiter berichten...
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Alles neu macht der Mai?
Nachdem nun also Mitte April die Erschließungsarbeiten beendet waren, passierte in den folgenden zwei Wochen in Sachen Hausbau einfach mal gar nichts, leider. Scheinbar hatte hanlo zu viele Termine auf einmal auf anderen Baustellen, denn der großartig angekündigte Tag der offenen Tür, der am 28.04. auf unserer Baustelle stattfinden sollte, wurde erstmal auf den 08.05. verschoben. Auch die versprochene Lieferung der Zisterne ließ auf sich warten. Dann begann der Mai und plötzlich ging es Schlag auf Schlag - am 04.05. bekamen wir eine Wasseruhr, am 05.05. bekamen wir einen Stromzähler und die Heizungsfirma war wieder da. Einen Gaszähler hatten wir zwar immer noch nicht, aber die Heizungsfirma hatte ein Gerät mitgebracht, das man an den Stromkreislauf anschloss und so konnte der Testlauf der Heizung beginnen. In den folgenden 10 Tagen würde ich also jeden Tag ins Haus gehen, um die Temperatur zunächst schrittweise auf bis zu 45 Grad hoch- und danach schrittweise wieder bis auf 25 Grad herunterzuregeln. Und der Stromzähler zählte und zählte ... Am 06.05. standen dann plötzlich die Fliesenleger in der Tür und begannen mit ihrer Arbeit. Eine tolle Woche, in der es richtig vorwärts ging. Auch unser Spachtler hatte weiter gearbeitet und sozusagen Zug um Zug folgten wir ihm mit unseren Maler- bzw. Putzarbeiten. Durch den Heizungstestlauf herrschten mittlerweile um die 40 Grad im Haus und so fühlten wir uns an diesem Wochenende wie in der Sauna. Ansonsten blieb alles ruhig, denn bei hanlo kam wieder etwas dazwischen und so wurde der Tag der offenen Tür erneut verschoben, diesmal auf den 12.06.. Wir vertrauten nun darauf, dass die Fliesenleger demnächst in der Küche fertig sein würden, und dass auch wir in relativ kurzer Zeit dort geputzt haben würden. So schickten wir am 10.05. unsere Küchenbestellung los (Lieferzeit lt. Küchenfirma 6 Wochen). Als ich am nächsten Nachmittag auf die Baustelle kam, erlebte ich wieder einige Überraschungen: Am Haus stand ein Gerüst. Das bedeutete, dass in den nächsten Tagen der Außenputz angebracht werden würde. Drinnen war das Gerät für den Heizungstestlauf verschwunden und von den Fliesenlegern erfuhr ich dazu, dass wohl die Heizungsfirma am Vormittag dagewesen war, das Gerät wieder abgeholt hatte und der Testlauf damit nach 7 statt der ursprünglich geplanten 10 Tage für erfolgreich beendet erklärt war. Durch Himmelfahrt, Brückentag und Pfingsten schenkte uns der Kalender gleich zwei lange Wochenenden hintereinander, an deren Ende wir stolz verkünden konnten, dass das Obergeschoss fertig geputzt war. Es war wirklich eine sehr gute Entscheidung, für die Gestaltung der Innenwände Rollputz zu verwenden. Man braucht lediglich Malerrollen, Pinsel und eben den Rollputz und muss sich nicht mit Tapetenkleister, Zuschnitt, Tapeziertisch, Kleisterbürsten und den passenden Tapetenbahnen herumquälen. Rollputz lässt sich außerdem auch sehr schön farbig und strukturiert gestalten und soll lt. den einschlägigen Experten in Internet und Baumarkt ein Superschutz gegen Schimmel sein. Am Brückentag kamen sogar die Fliesenleger nochmal ins Haus, um ihre Arbeiten zu beenden. Mit Fliesen in Bad, Gäste-WC, Küche und auf dem Flurfußboden sah unser Haus doch gleich ganz anders aus. Allerdings hatten die Fliesenleger wegen der Fußbodenfliesen im Flur unsere Bautreppe entfernt, so dass wir fortan auf einer wackeligen Gartenleiter ins Obergeschoss kraxelten. Und eine Badewanne hatten wir jetzt auch. Etwas anderes hatten wir dafür verloren und zwar den Kontakt zu unserem Bauleiter. Sein Handy sagte uns zwar immer, dass er über unseren Anruf informiert werden würde, aber Herr Ruft meldete sich nicht. Von den Außenputzern und den Fliesenlegern auf unserer Baustelle hatten wir die verschiedensten Dinge gehört - einer erzählte, er hätte ein neues Handy oder vielleicht nur eine neue Nummer, ein anderer meinte, Herr Ruft wäre krank und läge sogar im Krankenhaus und wieder ein anderer war der Meinung, Herr Ruft hätte Urlaub. Was war da los? Am 17.05. waren die Außenputzer mit ihrer Arbeit fertig. Schön sieht unser Haus nun aus. Von der Küchenfirma bekamen wir eine Mail, dass Ende Juni mit der Lieferung der Küche zu rechnen sei. Ansonsten tat sich im Mai leider nichts mehr auf unserer Baustelle. Weder die seit nunmehr 1,5 Monaten überfällige Zisterne traf ein (unsere Tiefbaufirma wurde schon langsam ungeduldig) noch wurde eine Gasuhr geliefert (auch hier hatten die Stadtwerke schon bei uns nachgefragt, wann sich denn unsere Heizungsfirma mal bei ihnen melden würde). Auf dem Bauablaufplan stand ja eigentlich gar nicht mehr viel - Endmontage Heizung, Sanitär und Elektro sowie Lieferung und Einbau der Innentüren und der Innentreppe - das alles konnte doch nicht mehr monatelang dauern, oder? Mittlerweile hatten wir aber schon 6 Wochen Verzug gegenüber dem ursprünglichen Bauablaufplan. Gut, dass wir unsere Mietwohnung noch nicht gekündigt hatten.
Endspurt
Herr Ruft war wieder da! Nach überstandener Krankheit und mit neuem Handy wollte er nun also mit uns den Bau zu einem guten Ende bringen. Termin für Endmontage Heizung und Sanitär sollte jetzt der 01.06. sein. Aber zu früh gefreut, die Lieferung der Zisterne klappte wieder nicht, und wenn die fehlt, kann es ja keine Endmontage geben. Dafür war eine andere unendliche Geschichte doch endlich noch zu Ende gegangen. Unser Spachtler war fertig! Ursprünglich hatte er behauptet, nach 3 Wochen fertig zu sein, aber dann war er oftmals einfach gar nicht da. Wo steckte der Mann und was machte er? Arbeitete er mehrere Aufträge parallel ab oder war er nur ein Teilzeitmaler? Aber nun, nach mehr als zwei Monaten, hatte er es tatsächlich geschafft! Am Ende lieh er uns sogar noch ein paar Tage kostenlos sein Gerüst, damit wir den hohen Flur relativ mühelos malern konnten. Mit der Rechnung war er allerdings ganz fix, die steckte 2 Tage später in unserem Briefkasten. Ich habe jetzt aber gerade überhaupt gar keine Zeit, die zu bezahlen ... Bei hanlo hatte man sich wahrscheinlich mit den Terminen etwas übernommen, denn der Tag der offenen Tür, der mit der örtlichen Presse, Grillstand und viel Werbung durchgeführt werden sollte, wurde nun etwas kleinlaut ganz abgesagt, mit der Begründung, bei den Musterhäusern in Leipzig gäbe es so viel zu tun. Schade - im Bekannten-, Verwandten- und Kollegenkreis hätte es genügend Neugierige gegeben. Neuer Termin für Zisternenlieferung sowie Endmontage Heizung und Sanitär war der 08.06.. Und in dieser Woche sollten sich die Ereignisse nahezu überschlagen, denn auch die Küchenfirma hatte sich angemeldet (2 Wochen eher als ursprünglich mitgeteilt) und die Innentüren sollten diese Woche auch noch kommen. Am Nachmittag des 08.06. waren sämtliche Toilettenbecken, Waschbecken, Wasserhähne und Duschköpfe montiert. Die Solaranlage war angeschlossen und auch die Gastherme hingen, zusammen mit der Gasuhr, im Hauswirtschaftsraum. Die Zisterne stand auf unserem Grundstück (das Teil erscheint einem riesig, wenn man davor steht) und wartete darauf, in die Erde eingelassen zu werden. Es war zwar nicht die Zisterne, die wir zur Bemusterung bestellt hatten, aber gegen einen Preisnachlass waren wir bereit, diese Zisterne trotzdem zu behalten. Am nächsten Tag hatte unsere Tiefbaufirma eine Grube für die Zisterne ausgehoben und es wurde fleißig an den Anschlüssen gebastelt. Nächster Tag - mein Geburtstag! Leider hatte ich eine Weiterbildung (Pflichtveranstaltung) und konnte bei der Anlieferung der Küche nicht da sein, aber es waren ja genügend Handwerker im Haus, die die Küchenmonteure hereinlassen würden. In meiner Mittagspause flitzte ich schnell mal zum Gucken in mein Haus und war schon begeistert. Nachmittags dann war unsere Küche fertig aufgestellt und angeschlossen, die Innentüren waren alle fertig montiert und überraschenderweise war auch die Firma für unsere Innentreppe mit da und hatte diese schon fast fertig aufgebaut. Endlich ist die wacklige Leiter weg! Außen wurde die Grube rund um die Zisterne gerade wieder vorsichtig zugeschüttet und ich bekam von dem netten jungen Mann der Heizungsfirma eine halbstündige Einweisung in die Funktionsweise der Heizung, der Solaranlage und der Zisterne. Aber ob ich das alles noch weiß, wenn wir dann in unser Haus eingezogen sind? Auf jeden Fall war es ein herrlicher Tag - Sommer, Sonne, 30 Grad, ich hatte Geburtstag und unser Haus war fast fertig! Liebe Freunde, die Geburtstagsparty wird nachgeholt, versprochen! Nun muss nächste Woche nur noch der Elektriker zur Endmontage kommen, dann können wir mit hanlo die Schlussabnahme machen. Nach aufregenden 7 Monaten Bauzeit ist es dann geschafft! Für uns bleibt noch viel Arbeit übrig - ein Zimmer muss noch geputzt werden, Fußbodenbeläge müssen gelegt werden und der Garten wartet noch darauf, erstmal einer zu werden. Aber die Urlaubszeit steht ja vor der Tür und danach wird vieles viel besser aussehen. Wir möchten uns ganz besonders bei hanlo bedanken. Wir haben nie bereut, mit dieser Firma gebaut zu haben und hatten immer das Gefühl, bei kompetenten Leuten, die etwas vom Fach verstehen, gut aufgehoben zu sein. Danke besonders an Herrn Schmidt, Herrn Ruft und Herrn Brandner!!! Aber auch bei anderen Leuten müssen wir uns ganz herzlich bedanken: Lieber Zwieback, wir stehen tief in Deiner Schuld. Wir hoffen, der Muskelkater und die Kreuzschmerzen sind inzwischen wieder vergangen. Und sei Dir sicher, unser Dank wird kommen! Liebe Omi, danke für die vielen Tage Kinderbetreuung, für den leckeren Kartoffelsalat, für die Gardinen und dafür, dass Du immer hinter uns stehst. Du bist die Beste! Liebe Silke, Dein Kuchen war sehr lecker und unserem Sohn hat es bei euch gefallen. Danke! Wir müssten uns auch bei vielen anderen Leuten bedanken, von der Architektin über den Finanzberater bis hin zur Küchenfirma, aber dafür ist hier echt nicht genug Platz. Wir freuen uns jedenfalls auf unser Haus. Und vielleicht schreiben wir ja dann in 5 oder 10 Jahren mal einen Erfahrungsbericht über das Leben in einem hanlo-Haus.
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